In der Popkultur steht meist der Sänger im Rampenlicht. Seine Stimme ist der Star. Doch immer wieder tritt ein Tänzer aus dem Hintergrund hervor, erobert die Leinwand und wird ebenso ikonisch wie der Song selbst. Diese Künstler beweisen, dass Bewegung genauso kraftvoll sein kann wie Melodie und verwandeln Musikvideos und Werbespots in unvergessliche visuelle Kunstwerke.
Von der rohen, emotionalen Intensität eines Wunderkindes über die synchrone Präzision einer Tanzgruppe bis hin zur unerwarteten Anmut eines Hollywood-Schauspielers – diese vier Tänzer prägten die Momente, in denen sie sich befanden. Sie begleiteten die Musik nicht nur, sie wurden zu ihrer visuellen Seele.
1. Maddie Ziegler: Das Gesicht von Sias „Chandelier“
Vor 2014 war Maddie Ziegler eine talentierte junge Tänzerin, die Fans der Reality-TV-Show „Dance Moms“ bekannt war. Doch nach der Veröffentlichung von Sias Musikvideo zu „Chandelier“ wurde sie zu einem globalen Phänomen. Über Nacht avancierte die damals Elfjährige zu einer Ikone des zeitgenössischen Tanzes.
Das von Sia und Daniel Askill inszenierte Video ist ein Meisterwerk minimalistischen Storytellings. In einer heruntergekommenen Wohnung tanzt Ziegler mit einer rohen, verstörenden und zugleich fesselnden Intensität. Sie trägt eine hellblonde Perücke, die derjenigen gleicht, für die Sia später selbst bekannt werden sollte, und verkörpert so die Sängerin visuell. Durch ihre Bewegungen spiegelt Ziegler die Themen des Songs wider: Hedonismus, Verzweiflung und Zerbrechlichkeit. Sie schlägt um sich, sie erstarrt, sie blickt direkt in die Kamera mit einem Ausdruck, der verletzlich und trotzig zugleich ist.
Der Auftritt war eine Sensation. Es war nicht einfach nur ein Musikvideo, sondern ein Performance-Kunstwerk, das viral ging. Zieglers Interpretation der von Ryan Heffington kreierten Choreografie wurde als eine der großartigsten Tanzdarbietungen der Musikvideogeschichte gefeiert. Das Video erhielt acht MTV VMA-Nominierungen und eine Grammy-Nominierung für das beste Musikvideo.
Sehen Sie sich hier den legendären Auftritt an:
Sia – „Chandelier“ (Offizielles Musikvideo):
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Der Erfolg von „Chandelier“ führte zu einer langjährigen kreativen Partnerschaft zwischen Sia und Ziegler. Sie arbeiteten in der Folge an zahlreichen weiteren legendären Videos zusammen, darunter „Elastic Heart“ und „Cheap Thrills“. Zieglers Live-Auftritte mit dem Song, wie beispielsweise ihr unvergesslicher Auftritt in der „Ellen DeGeneres Show“, festigten ihren Status als Ausnahmetalent. Sie bewies, dass eine Tänzerin nicht nur eine Nebenrolle spielen, sondern auch der Star sein kann.
Sehen Sie Maddie live bei ihrer Performance von "Chandelier":
Maddie Ziegler in der Ellen Show:
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2. Parris Goebel und die königliche Familie: Der Puls von „Sorry“
Als Justin Bieber 2015 mit seinem Album „Purpose“ sein musikalisches Comeback feierte, brauchte er ein Video, das eine neue Richtung signalisierte. Er fand es nicht in einem narrativen Video mit sich selbst in der Hauptrolle, sondern in einem reinen Tanzvideo mit der herausragenden neuseeländischen Choreografin Parris Goebel und ihrer Crew, The Royal Family.
Das Video zu „Sorry“ ist ein Meilenstein der Popkultur. Unter dem Titel „PURPOSE: The Movement“ verzichtet es auf Justin Bieber. Stattdessen präsentiert es Goebels explosive Choreografie mitreißend und energiegeladen, aufgeführt von einer Gruppe unglaublich talentierter Tänzer in einer pulsierenden, neonbeleuchteten Lagerhalle. Die Kamera gleitet durch den Raum und fängt jedes noch so kleine Detail der Bewegung ein – die scharfen Winkel, die fließenden Isolationen, die kraftvollen Bodenübungen und den unverkennbaren Swagger.
Goebels Choreografie zu „Sorry“ wurde über Nacht zum Phänomen. Millionen von Fans weltweit kopierten, coverten und analysierten sie. Das Video selbst ging viral, erreichte Milliarden von Aufrufen und bewies, dass ein Musikvideo weder eine Geschichte noch einen Popstar braucht, um fesselnd zu sein. Es braucht einfach nur unglaublichen Tanz.
Das Video war ein Riesenerfolg für die Bekanntheit von Tänzern und Choreografen. Parris Goebel, bereits eine Legende in der Tanzwelt, wurde weltberühmt. Ihr einzigartiger Stil, eine Mischung aus Hip-Hop, Jazz und polynesischen Einflüssen, war plötzlich für die ganze Welt sichtbar.
Sehen Sie sich hier das legendäre Tanzvideo an:
Justin Bieber – „Sorry“ (PURPOSE: The Movement):
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Die Wirkung war so tiefgreifend, dass Goebel und die königliche Familie die Choreografie mehrfach live aufführten, unter anderem bei Preisverleihungen, und so ihren Platz in der Tanzgeschichte weiter festigten. Es war ein triumphaler Moment, der die gesamte Kunstform auf ein neues Niveau hob.
Sehen Sie die königliche Familie live mit „Sorry“ auftreten:
Die königliche Familie tanzt live zu „Sorry“:
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3. Sofia Boutella: Athletik neu definiert für Nike
Bevor Sofia Boutella in Actionfilmen wie „Kingsman: The Secret Service“ und „Star Trek Beyond“ zum Star wurde, war sie Tänzerin. Und bevor sie für Stars wie Madonna und Rihanna tanzte, war sie das Gesicht einer revolutionären Nike-Kampagne, die die Vermarktung von Sportbekleidung an Frauen grundlegend veränderte.
Mitte der 2000er-Jahre präsentierte Nike im Rahmen seiner „Keep Up“-Kampagne Boutella in einer Reihe von Werbespots, die in ihrer Art einzigartig waren. Es ging nicht nur ums Laufen oder traditionelle Sportarten, sondern um Streetdance, Attitüde und puren, körperlichen Ausdruck.
Die Werbespots von 2005 und 2006, oft untermalt von treibenden Beats, zeigten Boutella mit einer unglaublichen Mischung aus Kraft, Präzision und lässiger Coolness. Sie war keine Tennisspielerin oder Läuferin, sondern Tänzerin, und ihre Athletik war unbestreitbar. Ihr Popping, Locking und ihre filigrane Fußarbeit waren faszinierend. Sie bewegte sich mit einem Selbstbewusstsein, das gleichermaßen einschüchternd wie inspirierend wirkte.
Sehen Sie sich Sofia Boutellas legendäre Nike-Werbespots an:
Nike-Werbespot „Keep Up“ (2005):
Watch YouTube videoNike-Werbespot für Frauen (2006):
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Diese Werbespots waren bahnbrechend. Sie positionierten Tanz als legitime, anspruchsvolle Sportart und präsentierten einen neuen Typus weiblicher Ikone – kraftvoll, unkonventionell und ungemein unabhängig. Boutellas Image, oft geprägt von ihrem charakteristischen kahlrasierten Kopf und ihrem intensiven Blick, wurde zum Inbegriff dieser neuen Vision von Stärke. Sie bewies, dass eine Tänzerin die perfekte Botschafterin für eine globale Sportmarke sein konnte und eine Form von Athletik verkörperte, die gleichermaßen künstlerisch und kraftvoll war.
4. Christopher Walken: Die ungewöhnliche Tanzikone von „Weapon of Choice“
Er ist ein Oscar-prämierter Schauspieler, bekannt für seine intensive, oft unberechenbare Leinwandpräsenz. Doch für eine ganze Generation ist Christopher Walken auch der Mann, der in einem der großartigsten Musikvideos aller Zeiten durch eine leere Hotellobby tanzte.
Das Video zu Fatboy Slims „Weapon of Choice“, unter der Regie des visionären Spike Jonze, ist ein Meisterwerk surrealer Komik und purer, freudvoller Bewegung. Die Prämisse ist simpel: Christopher Walken, elegant im Anzug, sitzt allein in einer verlassenen Hotellobby. Sobald die Musik einsetzt, beginnt er sich zu bewegen. Zuerst sind es nur subtile Gesten. Doch schon bald gleitet er über den Marmorboden, rutscht über Sofas und vollführt atemberaubende Saltos und Drehungen in der Luft.
Walkens Performance ist gerade wegen ihrer Unerwartetheit legendär. Er ist kein ausgebildeter Tänzer, bewegt sich aber mit einem einzigartigen, unverwechselbaren Rhythmus, der ganz und gar ihm eigen ist. Er kombiniert seine typischen Walken-Merkmale – die eigenwilligen Pausen, die intensiven Blicke – mit überraschend anmutigen und athletischen Tanzbewegungen. Das Ergebnis ist faszinierend und immer wieder sehenswert.
Sehen Sie sich das Meisterwerk hier in 4K an:
Fatboy Slim – „Weapon of Choice“ (Offizielles 4K-Video):
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Die Geschichte, wie Walken in das Video kam, ist fast so gut wie das Video selbst. Spike Jonze, ein großer Fan, fragte ihn einfach, und Walken sagte zu, angetan von der skurrilen Idee. Das Video gewann mehrere MTV VMAs und einen Grammy für das beste Musikvideo und wurde unzählige Male parodiert und zitiert.
Erfahre die Geschichte hinter dem Video:
Wie Fatboy Slim Christopher Walken für sich gewinnen konnte:
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Walkens Performance in „Weapon of Choice“ ist ein Beweis für die Kraft der Persönlichkeit im Tanz. Sie zeigt, dass man keine formale Ausbildung braucht, um ein unvergesslicher Tänzer zu sein. Man braucht nur die Bereitschaft, sich fallen zu lassen, und den richtigen Song als Inspiration.
Fazit: Wenn Bewegung im Mittelpunkt steht
Diese vier Beispiele – Maddie Ziegler, Parris Goebel, Sofia Boutella und Christopher Walken – zeigen die unglaubliche Bandbreite und Kraft des Tanzes in den visuellen Medien. Sie beweisen, dass ein Tänzer Geschichtenerzähler, Ikone und Star zugleich sein kann. Ob durch rohe emotionale Intensität, atemberaubende Choreografie, athletische Kraft oder pure, freudvolle Eigenart – diese Künstler prägten die Momente, in denen sie sich befanden. Sie erinnern uns daran, dass die kraftvollste Stimme manchmal diejenige ist, die durch Bewegung spricht.
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